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SOMMERENERGIE für deinen Kopf.

Wie du die Energie und mehr Leichtigkeit in den Herbst mitnimmst.

Einfach eine gute Idee: Mentale Routinen aus dem Sommer mit in den Herbst nehmen.

Nach den Sommerferien: Wir kehren zurück in den Alltag und benehmen uns, als müssten wir alles, was uns im Sommer gutgetan hat, zusammen mit Sonnencreme und Badesachen ganz schnell wegräumen. Also weg mit: Mehr Zeit, mehr Bewegung, mehr Pausen, mehr Nachdenken und auch weg mit weniger Termindruck. Dinge, die uns guttun oder uns schlichtweg Spaß machen, haben urplötzlich keine Priorität mehr für uns. Kaum ist der September da, wird aus unserer sommerlichen Entspanntheit wieder ein komplett chaotischer Kalender.

Psychologisch betrachtet ist das nicht sehr sinnvoll. Denn viele Dinge, die wir im Sommer fast nebenbei tun, stärken das, was wir für den Rest des Jahres dringend brauchen: Selbstregulation und -reflexion, mentale Erholung und das (begründete) Gefühl, unser Leben aktiv gestalten zu können.

Warum der Herbst kein kompletter mentaler Neustart sein muss.

Ein Neustart klingt irgendwie immer nach einem „Tabula rasa“ – nach völlig neuen Zielen, neuen Routinen oder sogar einer neuen Version unseres ICH´. Das ist aber meistens unnötig und total anstrengend. Neustart und Veränderung funktionieren oft besser, wenn wir nicht alles komplett neu erfinden, sondern erst einmal prüfen, was bereits gut für unsere Psyche funktioniert hat – und was nicht.

Deine Frage nach den Ferien sollte daher nicht lauten „Was muss ich jetzt alles ändern?“ – sondern „Was hat mir in den vergangenen Wochen gutgetan – und wie kann ich davon etwas nach der Urlaubszeit beibehalten?!“

Und das stärkt wiederum unsere Selbstwirksamkeit: Wir starten nicht bei null, sondern mit Erfahrungen, die wir aus eigener Kraft gemacht und die bereits gut funktioniert haben. So werden aus gut-tuenden Sommermomenten entspannte Ansätze für die kommenden Monate und für das Jahresende.

Wie du den Schwung aus dem Sommer mitnimmst.

  • Nimm dir Zeit zum Denken, bevor du handelst.

Im Urlaub reagieren wir häufig weniger reflexhaft (bspw, beantwortet fast niemand von uns jede Nachricht in Echtzeit, nur weil irgendwo eine Message aufleuchtet). Behalte diese Mini-Verzögerung bei. Frage dich: Muss ich wirklich jetzt antworten? Und was will ich damit eigentlich erreichen? Fünf Minuten Denkzeit können viele (unnötige) Schnellschüsse verhindern.

  • Plane Pausen, bevor du sie brauchst.

Pausen sind definitiv keine Belohnung für völlige Erschöpfung. Sie sind Teil (d)einer funktionierenden Selbststeuerung. Blocke daher kleine Erholungszeiten in deinem Kalender – gerade auch an supervollen Tagen. Wer Pausen erst macht, wenn nichts mehr geht, hat echt ein Problem.

  • Behandle deine mentale Gesundheit als Priorität.

Achte darauf, was dich dauerhaft stresst, erschöpft oder innerlich unruhig macht. Schlaf, Bewegung, soziale Kontakte, Rückzug und Zeiten ohne Input sind keine Nebensache. Frage dich regelmäßig: Was kostet mich gerade unnötig Energie? Und was gibt mir Energie zurück?

  • Setze weniger, dafür echte Prioritäten.

Im Sommer wird oft deutlicher, was uns wichtig ist. Im Alltag geht diese Erkenntnis dann aber gerne mal unter. Entscheide bewusst, welche zwei bis drei Themen bis zum Jahresende wirklich für dich zählen. Alles andere darf warten (oder verschwinden). Denn: Priorisieren heißt nicht, alles wichtig zu finden.

  • Mach mehr von dem, was dir Spaß macht.

Freude ist wichtig, sie gibt uns Energie. Tätigkeiten, die wir gerne machen, stärken unsere Motivation und psychische Widerstandskraft. Plane deshalb nicht nur deine Pflichten – plane auch Dinge, auf die du dich freust (privat wie beruflich).

  • Übernimm eine Sommer-Routine.

Nimm eine geistige Routine – und nicht fünf. Bspw. den Spaziergang am Abend vor oder nach dem Essen, das Frühstück ohne Smartphone, den Email-freien Sonntag, die tägliche halbe Stunde Lesen, das Gespräch mit Freunden. Je konkreter und kleiner die Routine, desto höher die Chance, dass sie den Herbst tatsächlich erlebt (und überlebt).

FAZIT. Mein Impuls für dich.

Der Herbst muss nicht die Jahreszeit sein, in der das Leben wieder super„ernst“ und spaßfrei wird. Er kann die Zeit sein, in der du bewusst mitnimmst, was dir im Sommer gutgetan hat.

Selbstführung zeigt sich dann darin, deine Kräfte selbst zu steuern, Prioritäten zu setzen, Pausen ernst zu nehmen und nicht sofort auf jeden Reiz zu reagieren.

Mach deshalb vor dem Jahresendspurt einen kurzen Sommer-Check: Was möchtest du behalten? Und was möchtest du häufiger tun?

Kurz, knapp & klar: Nimm nicht nur Erinnerungen und Erfahrungen aus dem Sommer mit – nimm Gewohnheiten mit, bei denen du mehr bei dir warst und besser mit deiner Energie umgegangen bist.