JAHRESPLANUNG. Warum „Einfach mal schauen, wie es kommt und was so passiert …“ uns einfach nur ausbremst.

Warum Pläne die „best buddies“ von (guten) Vorsätzen sind

Irgendwie ist es fast jedes Jahr dasselbe: Wir denken zw. den Jahren darüber nach, wie das letzte Jahr so lief. Wir ziehen Bilanz und kommen irgendwann zu dem Schluss „Weiter so wie bisher? Doch wohl eher nicht … .“

Gefolgt von der optimistischen Denk-Variante „Nächstes Jahr wird alles anders (und besser)!“

Und dann? Wird es oft gar nicht sooo viel anders. Warum? Weil wir keinen Plan haben.

Warum Pläne die „best buddies“ von (guten) Vorsätzen sind

Ein bemühtes „Ich will mehr für mich tun“, ein entschlossenes „Ich will endlich entspannter leben“ oder auch ein ambitioniertes „Ich will jetzt anfangen mit …“ klingen zwar erstmal richtig gut – sind aber letztlich viel zu vage, um ins Umsetzen zu kommen.

Warum? Weil das WIE und das WANN fehlen. Weil der Plan hinter unseren Vorsätzen fehlt.

Warum ein Jahresplan uns gut tut

Ein durchdachter Plan macht unser Leben deutlich geschmeidiger und einfacher. Denn er gibt uns:

  • Orientierung (statt ständig neu abwägen und entscheiden zu müssen)
  • schafft Sicherheit (weil man weiß, woran man ist und was man will)
  • stärkt unsere Kontrollüberzeugung (weil wir unser Leben selbstbestimmt steuern) UND
  • reduziert jegliche Art von Aufschieberitis (weil alle To Dos einen Platz auf der Agenda und ein Timing bekommen)

Warum (k)ein Plan (k)eine Lösung ist

Ganz ohne Planung wird es ganz schnell beliebig und mega unverbindlich. Aber auch mit nur einem einzigen (und somit „korsettierenden“) Plan wird es schnell frustrierend, da sich das Leben nicht immer exakt an unsere Pläne hält.

Was sinnvoller ist? Ein Plan, der nicht fix, sondern flexibel mit – mit einem klaren Rahmen für unsere Vorhaben und mit genügend Flexibilität, um unsere Pläne anzupassen. Denn: Pläne soll uns Richtung und Orientierung geben, nicht aber einengen.

Wie du deinen Jahresplan aufbaust

PERSÖNLICHE PASSUNG

Frage dich, was dir wirklich wichtig ist (unabhängig davon, was „die anderen“ sagen) – das hilft dir beim Setzen von Prioritäten.

Individuell „Die Präsentationsschulung storniere ich, stattdessen baue ich auf Expertise und bilde mich in meinem Fachgebiet weiter – denn ich bin eher der stille Typ und bleibe introvertiert.“

STATT

angepasst „Alle sagen, ich solle gefälligst mehr aus mir raus gehen – mir fehle das „Rampensau“-Gen. Also werde ich wohl ein Rhetorik- und Schlagfertigskeitsseminar belegen müssen.“

FOKUS

Wähle wenige, dafür aber greifbare Ziele – das hilft dir beim konkreten Umsetzen.

Konkret „Ich werde ab sofort 3x pro Woche joggen, nächste Woche ein KI-Training absolvieren und im Frühjahr einen Spanisch-Kurs buchen.“

STATT

vage „Ich will mehr Sport machen, eine Fremdsprache lernen, mich beruflich weiterbilden, mein Netzwerk vergrößern, Social Media aktiver nutzen, … .“

UNABHÄNGIGKEIT

Setze auf Ziele, die du beeinflussen kannst – das stärkt deine Selbstwirksamkeit.

Selbstbestimmt „Ich nehme meine Karriere selbst in die Hand – durch Weiterbildung und Networking.“

STATT

fremdbestimmt „Ich bin mit meiner Karriere von meinen Vorgesetzten und deren Meinung abhängig.“

PRAGMATISMUS

Plane konkret, aber bitte nicht übergenau – das hilft dir dabei deine Ziele flexibel zu verfolgen.

Flexibel „Ich will 3x pro Woche joggen – und wenn das mal nicht klappt, mache ich trotzdem weiter.“

STATT

fix „Ich wollte 3x pro Woche joggen – da hat die letzten 2 Monate nicht geklappt, also habe ich ganz damit aufgehört.“

FEHLERFREUNDLICHKEIT

Plane Abweichungen von deinen Plänen ein – das gibt dir mehr Handlungsspielraum.

Agil „Ich werde meine Pläne vermutlich nicht immer perfekt durchziehen können – aber das ist total normal, so ist das Leben.“

STATT

strikt „Nur wenn der Plan perfekt ist und auch Schritt-für-Schritt befolgt wird, kann ich zufrieden sein.“

ZEITMANAGEMENT

Entscheide nicht nur, was du tust, sondern auch was du lässt – das nimmt Last von deinen Schultern.

Realistisch

„Für jedes Ziel brauche ich Zeit. Wenn ich etwas Neues auf die Agenda setze, fällt daher immer etwas anderes weg.“

STATT

utopisch

„Meine Agenda wird immer länger und länger, aber irgendwie werde ich da schon packen.“

SELBSTVERPFLICHTUNG

Mach´ es schriftlich – denn das diszipliniert dich.

„Meine Vorhaben sind leider oft etwas flüchtig, das Aufschreiben meiner Pläne macht sie verbindlicher. Irgendwo sollte stehen, was du dir mir vorgenommen habe.“

FAZIT. Mein Impuls für dich

Ein Plan nimmt dir nichts an Flexibilität und auch nicht deine Freiheit. Aber er nimmt dir (tagtäglich nerven- und zeitraubende) Entscheidungen ab.

Das entlastet dich, denn du musst nicht jeden Tag und immer wieder neu überlegen, ob und was du heute tun (oder lassen) solltest – du hast es ja bereits entschieden und geplant.

Ein Jahresplan ist kein Korsett. Sondern eher ein Geländer, an dem du dich festhalten kannst. Oder ein Gerüst, das dir Halt und Sicherheit gibt.

Kurz, knapp & klar: Mit einem Plan, der konkret und auch flexibel ist, bewegst du dich leichter und sicherer durchs Leben – und vor allem auch viel gezielter.