Ausblick

Liebe Leser,

Urlaubsbedingt kam es nun zu einer etwas längeren Pause; für die nächsten Tage und Wochen sind allerdings schon wieder einige Beiträge in den Startlöchern. Hier eine kleine Vorschau auf das, was für die nächste Zeit geplant ist:

  • Buchbesprechung: „Narzissmus – das innere Gefängnis“ von Heinz-Peter Röhr
  • Ein Beitrag zum Thema „Borderline“ und Fehldiagnosen
  • Ein Beitrag zum Thema „Spiegelung“ (im Rückgriff auf den Beitrag „Susi ohne Mama – Generation Handy“)
  • Gänseblümchen der Woche – Urlaubsversion (zum Gänseblümchen-Konzept hier)
  • Ein Beitrag zum Thema „Komplextheorie von C.G. Jung“
  • … und noch manches mehr – es soll ja auch noch ein bisschen spannend bleiben. 😉

 

Worauf seid ihr/sind Sie am meisten gespannt?

 

Bildnachweis: Pixabay

Susi ohne Mama – Generation „Handy“

Vor einiger Zeit habe ich Susi kennengelernt. Eine reizende junge Dame mit blonden Löckchen und einem strahlenden Lächeln. Etwa anderthalb. Susi steht an der Bushaltestelle. Natürlich nicht alleine, denn in dem Alter kommt man in seinem Kinderwagen allein nicht so gut vorwärts. Susis Mama ist auch da. Irgendwie. Eher körperlich anwesend als geistig, denn das Handy und der Chat mit der Freundin scheinen wichtiger.

So sitzt Susi also in ihrem Kinderwagen und strahlt ihre Mama an. Ihre Augen kleben förmlich an ihr. Und Mamas Augen? Die kleben am Handy.

Langsam verschwindet das Strahlen aus Susis Augen, die Stirn legt sich in Falten und sie beginnt zu quengeln. Mama seufzt genervt und schiebt den Kinderwagen ein wenig vor und zurück, ohne aufzusehen. Susi sieht enttäuscht aus.

Also noch ein bisschen mehr quengeln, irgendwann MUSS Mami ja mal zu mir schauen!

Susis Strategie geht leider nicht auf.

Ich stehe etwas verloren daneben und beobachte die Szene. Soll ich etwas sagen?

„Entschuldigung, merken Sie eigentlich, dass Ihr Kind gerne Kontakt mit Ihnen hätte?“

„Vielleicht sollten Sie Ihrer Kleinen ein Handy geben – dann kann Sie Ihnen ja eine WhatsApp schicken. Vielleicht geht das besser.“

„Ah, wenn Sie das immer so machen, legen Sie schonmal den Grundstein für eine Psychotherapie-Karriere Ihrer Tochter.“

Nein, natürlich diplomatischer… aber wie?!

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