Auf dem Weg zum Jahreswechsel 2

Und weiter geht’s mit der gestern gestarteten Serie „Auf dem Weg zum Jahreswechsel!

Da wir ja hier bei einem psychologischen Blog sind, geht es auch heute wieder um einen psychologischen Aspekt im Rückblick: Das eigene Wesen, der Charakter, das innere Kind, …

  • Gibt es eine Charaktereigenschaft, die mich / mein „Sein“ in der Welt dieses Jahr besonders beeinflusst hat? (z.B. Gutmütigkeit, Perfektionismus, Unstetigkeit, Treue, …?)
  • Habe ich „neue“ Eigenschaften / Charakterzüge an mir entdeckt?
  • Wie bin ich mit ungeliebten Eigenschaften von mir selbst umgegangen? Hartherzig? Verurteilend? Großzügig? Liebevoll?
  • In welchen Situationen / Beziehungen habe ich mich als besonders authentisch erlebt? Und wo hatte ich das Gefühl, eine Maske zu tragen?
  • Welche inneren Stimmen habe ich dieses Jahr besonders laut gehört? Welche nur sehr leise?
  • Hätte ich manchen dieser Stimmen gerne mehr Gehör gegeben?

Und zum Abschluss gibt es heute einen Comic:

http://theawkwardyeti.com/comic/heart-list/

Bildnachweis Titelbild: Ursprüngliches Bild von Pixabay; selbst bearbeitet

Auf dem Weg zum Jahreswechsel I

Heute ist es also soweit – wie gestern angekündigt, startet die Jahresrückblicks-Aktion!

Der erste Tag steht unter dem Thema der Beziehungen – in allen Aspekten. Freundschaften, Liebesbeziehungen, verwandtschaftliche Beziehungen, professionelle, … (Auch Beziehungen zu (Haus-)Tieren sind erlaubt ;-))

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Rückblick auf Weihnachten

Und schon wieder ist Weihnachten beinahe vorbei. Ich möchte alle Leser einladen, nochmal ein bisschen Rückblick auf diese letzten Tage zu halten anhand von ein paar Leitfragen. Ob man sich ein, zwei Fragen herauspickt oder gerne alle beantworten möchte, bleibt natürlich jedem selbst überlassen. Auch, ob man es sich vielleicht aufschreiben möchte oder es einfach im Herzen bewahrt…

  • Was war für mich das schönste Weihnachtsereignis/-Erlebnis und warum?
  • Wie habe ich mich selbst über die Tage erlebt? Habe ich Zugang zu mir/meinem Inneren bekommen?
  • Was wünsche ich mir für das nächste Jahr anders? Was kann ich dafür tun?
  • Habe ich auf spiritueller Ebene eine Erfahrung gemacht? Wollte ich das gerne?
  • Wo wünsche ich mir persönlich eine Neugeburt? An welcher Stelle sehne ich mich danach, dass in mir etwas (neu) geboren wird?
  • Wofür bin ich im Rückblick auf die Weihnachtstage besonders dankbar?

Kleine Vorschau: ab morgen starte ich eine Aktion „Auf dem Weg zum Jahreswechsel“. Dabei wird es jeden Tag bis zum 31.12. die Möglichkeit geben, anhand von Leitfragen und Gedankenanstößen das Jahr unter jeweils einem anderen Aspekt Revue passieren zu lassen. Herzliche Einladung, sich gemeinsam auf den Weg in die letzten Tage des Jahres zu machen!

Bildnachweis: Pixabay (CC0-Lizenz)

Gänseblümchen im Dezember

  • Allein, dass es am vergangenen Wochenende geschneit hat, wäre ja schon ein Gänseblümchen Wert….
  • … aber ich habe den Sonntag Mittag für einen ausgiebigen Winterspatziergang genutzt und mal wieder festgestellt, wie gut frische Luft und Bewegung einfach tun. Ich predige es meinen Klienten immer wieder und bin manchmal selbst so inkonsequent dabei…
  • Für mein inneres Kind habe ich dabei gleich auch was Gutes getan und im Wald einen Schneemann gebaut… (hoch lebe die Transaktionsanalyse mit den inneren Kindern… 😉 )
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Kontrollverlust

Ein kleiner Gedankenanstoß zwischendurch:

„Kontrollverlust führt zu Angst, ist letztendlich aber auch die Quelle von Veränderung .“

James Frey (entnommen aus Criminal Minds, Staffel 12, Folge 14)



… im weihnachtlichen Kontext:
Vielleicht können wir in diesen Tagen ja auch ein bisschen das Loslassen üben… möglicherweise darf Weihnachten ja auch unperfekt sein?

Habt noch schöne Tage bis zum Fest…

Bildquelle: Pixabay

Auch Psychologen kochen nur mit Wasser

Kürzlich war ich auf einer Weihnachtsfeier eingeladen und hatte Gelegenheit, mit einer Dame ins Gespräch zu kommen. Wir kennen uns schon viele Jahre und unterhalten uns immer wieder gerne. Sie erzählte mir etwas Persönliches und schloss ihren Bericht mit dem Satz ab: „Aber du bist ja Psychologin, das weißt du ja bestimmt schon ganz lang„.

Hat sie Recht? Wusste ich das schon ganz lang?

Solche Aussagen begegnen mir recht häufig. „Das hast du ja sicher schon bei unserer ersten Begegnung gesehen!“, „Ich hab mich selber da noch nicht verstanden, aber du kannst mir das ja bestimmt erklären“ oder „Ach, das hast du ja eh schon gemerkt“ sind nur einige Beispiele. Offenbar traut man mir durch meinen Beruf Superfähigkeiten zu. Ein Mal sagte ich im Spaß zu jemandem: „Ja, wie man Leute durchschaut, indem man ihnen ein Mal tief in die Augen sieht, lernt man im dritten Semester!“. Die Person sah mich daraufhin mit großen Augen an und formte mit dem Mund ein erstauntes „Ooooh“. Erst in dem Moment begriff ich erschrocken, dass man mir das geglaubt hat. Aufklärung war also angesagt….

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Ritzen

In meiner psychotherapeutischen Arbeit spreche ich häufig mit (hauptsächlich) jungen Menschen, die sich ritzen oder früher geritzt haben. Meist erzählen sie mir, dass sie im Umfeld auf großes Unverständnis stoßen. Häufig hören sie Aussagen wie „Lass es doch einfach sein!“ oder „wie kannst du sowas nur machen??“ und fühlen sich unverstanden. Leider höre ich auch immer wieder von Fällen, in denen die Betroffenen selbst bei Psychotherapeuten auf Unverständnis getroffen zu sein scheinen.
In diesem Artikel möchte ich einen kleinen Einblick in dieses Thema geben, mit dem sich eigentlich ganze Bücher füllen lassen.

Ritzen – was ist das überhaupt?

Beim Ritzen schneidet sich die betroffene Person mit einem spitzen/scharfen Gegenstand, oft eine Schere oder Rasierklinge, in die Haut. Häufig wird dazu die Innenseite des Unterarms benutzt, aber auch der Oberschenkel oder andere Stellen sind möglich. Bei den Wunden handelt es sich um Einschnitte unterschiedlicher Tiefe und Länge, die von leichten Kratzern bis hin zu relativ tiefen Schnitten reichen können.

Warum ritzen sich Menschen?

Die Gründe fürs Ritzen sind meiner Erfahrung nach mindestens so verschieden wie die Menschen selbst. In meinen Gesprächen versuche ich, mit der betroffenen Person eine möglichst individuelle Antwort auf diese Frage zu finden.

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