[Link] Sendung mit der Maus – die unsichtbare Krankheit

Noch ein kleiner Linktipp zwischendurch, bevor die „großen“ Beiträge kommen:

Momentan gibt es hier in der ARD-Mediathek eine Sendung mit der Maus zum Thema „psychische Erkankungen“. Nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene schön anzusehen. Auf eine ganz grundsätzliche und liebevolle Art wird vermittelt, dass seelische Schmerzen und Verletzungen genauso wie körperliche einer Behandlung bedürfen. Einige Kinder erzählen von ihren Erfahrungen in einer stationären Einrichtung, zudem wird ein Interview mit der dortigen Leiterin gezeigt, die Einblicke in den Alltag der Station gibt.

Auch für Erwachsene bieten sich interessante (kleine) Einblicke in die Arbeit einer solchen Einrichtung. Die Aufmachung, insbesondere mit den Comic-Kindern, die ihre (echten) Erfahrungen dort schildern und von Freud und Leid erzählen, fand ich sehr berührend. Klasse sind natürlich auch Sammy, Fanta und Tiptop, die in der Sendung vorgestellt werden. Wer oder was das wohl ist? 🙂

 

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Ausblick

Liebe Leser,

Urlaubsbedingt kam es nun zu einer etwas längeren Pause; für die nächsten Tage und Wochen sind allerdings schon wieder einige Beiträge in den Startlöchern. Hier eine kleine Vorschau auf das, was für die nächste Zeit geplant ist:

  • Buchbesprechung: „Narzissmus – das innere Gefängnis“ von Heinz-Peter Röhr
  • Ein Beitrag zum Thema „Borderline“ und Fehldiagnosen
  • Ein Beitrag zum Thema „Spiegelung“ (im Rückgriff auf den Beitrag „Susi ohne Mama – Generation Handy“)
  • Gänseblümchen der Woche – Urlaubsversion (zum Gänseblümchen-Konzept hier)
  • Ein Beitrag zum Thema „Komplextheorie von C.G. Jung“
  • … und noch manches mehr – es soll ja auch noch ein bisschen spannend bleiben. 😉

 

Worauf seid ihr/sind Sie am meisten gespannt?

 

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Auszug aus der Knechtschaft – Sabbat für die Seele

Noch steht Weihnachten nicht vor der Tür, aber dennoch habe ich das Gefühl, dass die Zeit schon wieder rennt – sobald der September beginnt, geht es los. Die geschäftlichen Termine stapeln sich, Projekte wollen noch vor Weihnachten beendet werden, … so Vieles muss unter einen Hut gebracht werden!

Schnell ist man dann im Hamsterrad. Manchmal auch mit großer Lust, denn oft bereiten die Termine und Aufgaben neben dem Stress auch Freude. Ehe man’s sich versieht, sind sieben Tage der Woche randvoll gepackt mit allerlei Aktivitäten. Die Freizeit am Abend oder am Wochenende wird dann noch ein bisschen mit Arbeit angereichert, schließlich macht der Fortschritt in den Projekten ja auch Spaß oder eine Deadline rückt einfach näher und die paar Stündchen sind ja dann schon noch drin, oder?

Leider eine Denkfalle, vor der ich nicht nur meine Klienten, sondern auch mich selbst immer wieder bewahren muss. Ein Schlüsselerlebnis war es für mich, als ich zum ersten Mal einen „echten“ jüdischen Sabbat erlebt und mitgefeiert habe.

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Gänseblümchen der Woche I – Handpuppen und innere Kinder

Die Idee der Gänseblümchen der Woche habe ich von Annie von Hoffnungsschein, die hier ein wenig darüber schreibt. Die Idee ist mir als psychotherapeutisch arbeitende Person natürlich bekannt, allerdings nicht unter diesem Namen.

Da ich ja hier in erster Linie als Professionelle blogge, werde ich mich auch hauptsächlich auf psychotherapeutische Inhalte konzentrieren. Wenn ich von einer Gegebenheit aus der Praxis berichte, kann es aus Datenschutzgründen sein, dass sie nicht aus dieser Woche ist. Vielleicht war die junge Dame auch eine ältere Dame oder die Hauptschülerin ein Student – aber am Kern ist schon was dran… 🙂

Hier also das Gänseblümchen:

Vor ein paar Tagen war ich mit einer Freundin und Kollegin (Anfang 50) zum durch-die-Stadt-Schlendern verabredet. Bei strahlendem Sonnenschein; wir hatten uns schon leckeren Kuchen einverleibt; zogen wir los und blieben ziemlich bald an einer großen Kiste mit Handpuppen hängen, die vor einem gewissen Deko-Laden mit bunten Buchstaben stand…
Schnell waren wir beide mit den Handpuppen beschäftigt; eine weitere Frau (vielleicht Anfang 40) kam hinzu, uns beiden unbekannt. Die Hände in den Puppen verschwunden, erfanden wir zu dritt schnell die abenteuerlichsten Geschichten von Fröschen, die auf Flamingos reiten; Igeln mit weichen Stacheln, die gestreichelt werden wollen; Känguruhs auf Urlaub und noch vieles mehr.
So begegneten sich ganz plötzlich in drei erwachsenen Frauen, die sich ja nur teilweise kannten, die spielenden inneren Kinder, die ganz unkompliziert und ohne Scheu miteinander Spaß hatten… Es könnte öfter so einfach sein!

 

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Die Masken unseres Lebens

Am vergangenen Wochenende fand wieder die venezianische Messe in Ludwigsburg statt. Alle zwei Jahre verwandelt sich der Ludwigsburger Marktplatz in ein Meer aus prachtvollen Kostümen und kunstvollen Masken – der venezianische Karneval hält Einzug. Ein besonderes Spektakel, das einen immer wieder zu verzaubern weiß.

Was ist es, das uns da so verzaubert? Sicher hat es etwas damit zu tun, ein makelloses, schön anzusehendes und gleichzeitig geheimnisvolles Gegenüber vor uns zu haben. Die Schönheit mancher Kostüme und Masken blendet uns beinahe. Wow, so würden wir auch gerne mal aussehen, so wären wir auch gerne mal.
Und dem Maskenträger macht es ja durchaus auch Spaß – fotografiert werden, mit anderen Masken oder Touristen und Fotografen spielen, mal jemand ganz Anderer sein… alles tolle Dinge.

Aber soll ich etwas verraten?

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Erklärungsmodell vom Müll bis zur Sucht – die Ausblendungstabelle der Transaktionsanalyse

Gestern startete die Aktion „The Ocean Cleanup“ – das Ziel ist es, mit einer gigantischen „Schwimmnudel“ den Plastikmüll aus den Ozeanen zu fischen.

Das Thema „Plastikmüll“ ist ja wahrhaftig nichts Neues, dennoch hat es einen langen Weg zurücklegen müssen, bis es im Bewusstsein der Menschen wirklich angekommen ist. Warum ist das so? Inzwischen scheint es unvorstellbar, dass die Tatsache, dass Müllteppiche von der 3-fachen Größe Frankreichs (!) im Ozean treiben, jahrelang keine Beachtung fand.

Wie können wir das psychologisch verstehen?

Eine Hilfestellung könnte uns die Ausblendungstabelle aus der Transaktionsanalyse leisten. Entwickelt vom Ehepaar Schiff (1971) und ergänzt von Leonhard Schlegel bietet sie für verschiedenste Situationen, von der Alkoholabhängigkeit bis hin zu unserem Müllproblem, einen interessanten Ansatz. Unter psychoanalytischen Gesichtspunkten kann man sie auch als eine Aufdröselung des Abwehr-Phänomens betrachten – also auch für den psychotherapeutischen Kontext ein wunderbares Modell.

 

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Susi ohne Mama – Generation „Handy“

Vor einiger Zeit habe ich Susi kennengelernt. Eine reizende junge Dame mit blonden Löckchen und einem strahlenden Lächeln. Etwa anderthalb. Susi steht an der Bushaltestelle. Natürlich nicht alleine, denn in dem Alter kommt man in seinem Kinderwagen allein nicht so gut vorwärts. Susis Mama ist auch da. Irgendwie. Eher körperlich anwesend als geistig, denn das Handy und der Chat mit der Freundin scheinen wichtiger.

So sitzt Susi also in ihrem Kinderwagen und strahlt ihre Mama an. Ihre Augen kleben förmlich an ihr. Und Mamas Augen? Die kleben am Handy.

Langsam verschwindet das Strahlen aus Susis Augen, die Stirn legt sich in Falten und sie beginnt zu quengeln. Mama seufzt genervt und schiebt den Kinderwagen ein wenig vor und zurück, ohne aufzusehen. Susi sieht enttäuscht aus.

Also noch ein bisschen mehr quengeln, irgendwann MUSS Mami ja mal zu mir schauen!

Susis Strategie geht leider nicht auf.

Ich stehe etwas verloren daneben und beobachte die Szene. Soll ich etwas sagen?

„Entschuldigung, merken Sie eigentlich, dass Ihr Kind gerne Kontakt mit Ihnen hätte?“

„Vielleicht sollten Sie Ihrer Kleinen ein Handy geben – dann kann Sie Ihnen ja eine WhatsApp schicken. Vielleicht geht das besser.“

„Ah, wenn Sie das immer so machen, legen Sie schonmal den Grundstein für eine Psychotherapie-Karriere Ihrer Tochter.“

Nein, natürlich diplomatischer… aber wie?!

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