Was Nettes zwischendurch

Kleine Komplimente haben oft unverhofft große Wirkung – das konnte ich letzte Woche wieder erleben. Nach einem langen Arbeitstag kam ich nach Hause und traf im Treppenhaus zum ersten Mal seit ich dort wohne den Mann vom Gebäudeservice, welcher gerade dabei war, den Boden zu wischen. Dabei kam es zu folgendem Dialog:

Ich: Ah! Sie machen hier also immer so toll sauber! Vielen Dank. Ich freue mich immer an dem sauberen Treppenhaus.

Er (hält inne, sieht mich mit großen Augen an): … jetzt echt? … dass mir jemand mal sowas sagt, das passiert vielleicht ein Mal im Monat. Ich mach ja auch den Streudienst…

Ich (dazwischengeworfen): Dafür bin ich SO dankbar!

Er: …Und so ziemlich jeden Tag schreit irgendjemand aus ’nem Fenster und sagt mir, ich würde zu viel streuen oder zu wenig, zu früh räumen oder zu spät, oder dass ich doch einen Streifen auf dem Weg ungestreut lassen soll, schließlich würde man ja sonst das Salz ins Haus tragen usw… Immer ist irgendjemand nicht zufrieden. Dabei steh ich um viertel nach vier auf, damit jeder morgens sicher aus dem Haus gehen kann!
Das tut mir jetzt so gut, dass Sie mal was Nettes sagen.


… und er putzte danach beschwingt weiter…

Kleine Geste, große Wirkung… 🙂 Was Nettes zwischendurch tut uns allen doch mal gut… stimmt’s?

Auf dem Weg zum Jahreswechsel 5

Silvester steht vor der Tür und damit auch der letzte Impuls. Am letzten Tag darf man Dinge ja vielleicht auch ein bisschen anders machen und so gibt es heute zwei verschiedene Teile. 🙂
Im ersten geht es um einen Aspekt, der bisher noch keine Beachtung bekommen hat, nämlich unser Körper:

  • Wie habe ich im vergangenen Jahr die Beziehung zu meinem Körper erlebt? Habe ich mich überhaupt in Beziehung mit ihm gefühlt?
  • Womit habe ich meinem Körper Gutes getan?
  • Womit habe ich meinem Körper geschadet?
  • Gibt es etwas, das ich mir von meinem Körper gewünscht hätte?
  • Wofür bin ich meinem Körper dankbar?

Im zweiten Teil geht es um Überschriften:

  • Welche Überschrift gebe ich dem Jahr?
  • Welche Überschriften gebe ich den einzelnen Monaten?
  • Gibt es andere sinnvolle Abschnitte, in die ich das Jahr unterteilen kann und denen ich Überschriften zuordnen möchte?

… mit diesen Gedanken wünsche ich euch/Ihnen allen einen schönen Jahreswechsel in ein gutes, neues Jahr 2019 mit vielen besonderen Momenten und wertvollen Begegnungen!

… und noch ein Comic zum Abschluss:

© Liz Climo

http://lizclimo.tumblr.com/post/106742350204/happy-new-year-may-it-be-a-prosperous-one

Auf dem Weg zum Jahreswechsel 4

Am vorletzten Tag der „Reise“ zum Jahreswechsel geht es um die Spiritualität. Im weitesten Sinne, sodass möglichst jeder ein paar Fragen findet, mit denen er etwas anfangen kann.
Heute gerahmt von Zitaten.

„Ich bin. Aber ich habe mich nicht. Darum werden wir erst.“

Ernst Bloch
  • Hat Spiritualität / Religiosität im vergangenen Jahr eine Rolle in meinem Leben gespielt?
  • Habe ich in spiritueller Hinsicht eine besondere Erfahrung gemacht?
  • Hatte ich (religiöse oder nicht-religiöse) Rituale, die mich in meinem Alltag begleitet haben? Taten sie mir gut? Hätte ich mir welche gewünscht?
  • Gibt es eine spirituelle/religiöse/… Person, von der ich in diesem Jahr diesbezüglich etwas gelernt habe?
  • War ich auf einem Retreat oder einer anderen Form der „Reise“/Besinnungstage? Konnte ich etwas davon im Alltag integrieren?
  • Hatte ich zu irgendeinem Zeitpunkt Sehnsucht nach einem höheren Wesen/einer höheren Macht/Gott?

„Menschen sind
wie Kirchenfenster.
Wenn die Sonne scheint,
strahlen sie in allen Farben,
aber wenn die Nacht kommt,
kann nur ein Licht im Innern
sie voll zur Geltung bringen.“

Elisabeth Kübler-Ross


Hänschen Klein – von ungesunden Bindungen und nötigen Ablösungen

Wer kennt es nicht – das berühmte Lied „Hänschen Klein“? Seit Generationen gehört es zu einem der Klassiker der deutschen Kinderlieder. Der Text ist wohlvertraut:


Hänschen klein, ging allein
In die weite Welt hinein,
Stock und Hut stehn ihm gut,
Ist gar wohlgemut.
Aber Mutter weinet sehr,
Hat ja nun kein Hänschen mehr.
Da besinnt sich das Kind,
kehrt nach Haus geschwind.

Aber was sagt dieser Text eigentlich aus? (Vorwegnahme: das ist nicht das Original; das kommt später…)

Psychologisch etwas ziemlich Fatales. Doch beginnen wir am Anfang: Wir haben Hänschen, das in die weite Welt geht. Es ist ausgerüstet mit dem, was es braucht und ist zuversichtlich, seine Reise anpacken zu können. „In die Welt ziehen“ gehört zum Erwachsenwerden, nur durch Ablösung von der Mutter bzw. den primären Bezugspersonen können wir psychisch reifen.

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Rückblick auf Weihnachten

Und schon wieder ist Weihnachten beinahe vorbei. Ich möchte alle Leser einladen, nochmal ein bisschen Rückblick auf diese letzten Tage zu halten anhand von ein paar Leitfragen. Ob man sich ein, zwei Fragen herauspickt oder gerne alle beantworten möchte, bleibt natürlich jedem selbst überlassen. Auch, ob man es sich vielleicht aufschreiben möchte oder es einfach im Herzen bewahrt…

  • Was war für mich das schönste Weihnachtsereignis/-Erlebnis und warum?
  • Wie habe ich mich selbst über die Tage erlebt? Habe ich Zugang zu mir/meinem Inneren bekommen?
  • Was wünsche ich mir für das nächste Jahr anders? Was kann ich dafür tun?
  • Habe ich auf spiritueller Ebene eine Erfahrung gemacht? Wollte ich das gerne?
  • Wo wünsche ich mir persönlich eine Neugeburt? An welcher Stelle sehne ich mich danach, dass in mir etwas (neu) geboren wird?
  • Wofür bin ich im Rückblick auf die Weihnachtstage besonders dankbar?

Kleine Vorschau: ab morgen starte ich eine Aktion „Auf dem Weg zum Jahreswechsel“. Dabei wird es jeden Tag bis zum 31.12. die Möglichkeit geben, anhand von Leitfragen und Gedankenanstößen das Jahr unter jeweils einem anderen Aspekt Revue passieren zu lassen. Herzliche Einladung, sich gemeinsam auf den Weg in die letzten Tage des Jahres zu machen!

Bildnachweis: Pixabay (CC0-Lizenz)

Gänseblümchen im Dezember

  • Allein, dass es am vergangenen Wochenende geschneit hat, wäre ja schon ein Gänseblümchen Wert….
  • … aber ich habe den Sonntag Mittag für einen ausgiebigen Winterspatziergang genutzt und mal wieder festgestellt, wie gut frische Luft und Bewegung einfach tun. Ich predige es meinen Klienten immer wieder und bin manchmal selbst so inkonsequent dabei…
  • Für mein inneres Kind habe ich dabei gleich auch was Gutes getan und im Wald einen Schneemann gebaut… (hoch lebe die Transaktionsanalyse mit den inneren Kindern… 😉 )
Weiterlesen „Gänseblümchen im Dezember“

Kontrollverlust

Ein kleiner Gedankenanstoß zwischendurch:

„Kontrollverlust führt zu Angst, ist letztendlich aber auch die Quelle von Veränderung .“

James Frey (entnommen aus Criminal Minds, Staffel 12, Folge 14)



… im weihnachtlichen Kontext:
Vielleicht können wir in diesen Tagen ja auch ein bisschen das Loslassen üben… möglicherweise darf Weihnachten ja auch unperfekt sein?

Habt noch schöne Tage bis zum Fest…

Bildquelle: Pixabay